„Das Gymnasium ist tot. Es lebe das Gymnasium!“ - Gerd Kube hält im GV eine „Liebeserklärung an eine altehrwürdige Schulform“ PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 14. September 2016 um 07:56 Uhr

"Das Gymnasium ist tot. Es lebe das Gymnasium!" Vortrag des GV Schulleiters Gerd Kubde am 20.9.2016 um 19:30 Uhr im Großraum des GV"Das Gymnasium ist tot. Es lebe das Gymnasium!" Vortrag des GV Schulleiters Gerd Kubde am 20.9.2016 um 19:30 Uhr im Großraum des GVDen Bildungsidealen Wilhelm von Humboldts zufolge sollte das Gymnasium der Ort sein, an dem autonome Individuen geformt werden, die Selbstbestimmung und Mündigkeit durch ihren Vernunftgebrauch erlangen. Menschen sollten zu Weltbürgern erzogen werden, die sich mit den großen Menschheitsfragen auseinandersetzen: sich um Frieden, Gerechtigkeit und den Austausch der Kulturen bemühen. Diese Ideale werden werden seit der Gründung der OECD 1961 zunehmend ökonomischen Interessen untergeordnet. Nicht mehr Humanismus, sondern Humankapital stehen im Vordergrund bildungspolitischer Überlegungen. Das Gymnasium ist damit zu einem Bildungsunternehmen geworden, von dem vor allem eine Effektivitätssteigerung erwartet wird, unter der am meisten die Schülerinnen und Schüler leiden.

Diese These vertritt Schulleiter Gerd Kube in seinem Vortrag (vollständiger Titel: „Das Gymnasium ist tot. Es lebe das Gymnasium! Eine Liebeserklärung an eine altehrwürdige Schulform“), den er am 20. September um 19.30 Uhr im Großraum des Gymnasiums Voerde halten wird. Sein bildungsphilosophischer Ansatz ist dabei geprägt vom Humanismus. Vor diesem Hintergrund hinterfragt er aktuelle bildungspolitische Entscheidungen, die das Gymnasium betreffen, wie PISA, Berufs- und Kompetenzorientierung und Inklusion. Diese alle dienten der oben gewähnten Effektivitätssteigerung und Wirtschaftsorientierung und ordneten humanistische Ideale ökonomischen Interessen unter. Trotz dieser offenbar pessimistischen Diagnose wird Kube am Ende seines Vortrags einen Ausblick geben und einen positiven Ansatz gestalten, der Grund zur Hoffnung für das Gymnasium gibt.

Der Vortrag steht in einer Reihe weiterer bildungsphilosophischer Vorträge am Gymnasium Voerde. Im April sprach bereits der Bonner Bildungswissenschaftler Prof. Dr. Ladenthin zur „Verteidigung der Hochkultur“; am 5. Oktober erwartet die Schule Dr. Matthias Burchardt aus Köln, dessen Vortrag den Titel trägt „Mein Kind ist kein Rohstoff“. Das Gymnasium Voerde freut sich über reges Interesse. Zu allen Vorträgen ist der Eintritt frei.

 
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