Rote Hand gegen Kindersoldaten: Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Voerde engagieren sich für die Aktion von UNICEF und terre des hommes PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 12. Februar 2017 um 19:37 Uhr

Mehrere Hundert Handabdrücke haben die Schüler gesammeltMehrere Hundert Handabdrücke haben die Schüler gesammeltMehrere hundert rote Handabdrücke auf weißen Papier haben Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Acht in der gesamten Schülerschaft gesammelt. Sie protestieren damit gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten. Die Handabdrücke werden in den kommenden Wochen an die Politik übergeben.

Kindersoldaten sind alle Personen unter 18 Jahre, die von Streitkräften oder bewaffneten Gruppen rekrutiert und eingesetzt werden, egal in welcher Funktion oder Rolle. Weltweit gibt es nach Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als 250 000 Kindersoldaten. Ein Zusatz zur UN-Kinderrechtskonvention , das von vielen Staaten unterzeichnet wurde, verbietet diesen Missbrauch.

Vorbereitet und durchgeführt haben die Aktion die Schülerinnen und Schüler der Stufe 8Vorbereitet und durchgeführt haben die Aktion die Schülerinnen und Schüler der Stufe 8Die „Aktion Rote Hand“, unterstützt von terre des hommes, der UNICEF und anderen Organisationen setzt seit 2002 in jedem Jahr ein Zeichen gegen die Verletzung der Kinderrechte, den Einsatz von Kindern als Soldaten. Die Rote Hand steht als Symbol des Protestes, sie soll ihn sichtbar machen und der Forderung „Kein Einsatz von Kindern als Soldaten!“ Nachdruck verleihen. Am Gymnasium Voerde wurde die Aktion von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 8 vorbereitet und durchgeführt. Mit viel Engagement hatten sie Informationsplakate zur Situation von Kindersoldaten gestaltet und diese den anderen Schülerinnen vorgestellt.

Die Schülerinnen und Schüler fanden die Aktion tollDie Schülerinnen und Schüler fanden die Aktion tollDie Mitschüler finden die Aktion toll. „Es ist wichtig, dass gegen Kindersoldaten protestiert wird.“, sagt Laura aus der Jahrgangsstufe 11. „Hoffentlich ändert sich etwas.“, sind sich der Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c einig. Im Verlauf des Vormittags wurden mehrere Hundert rote Hände gesammelt. Eine oft gestellte Frage war, was denn jetzt mit den roten Händen geschähe. Die Idee der Aktion ist, die gesammelten Hände an Politiker weiterzuleiten mit der Bitte, sich für die Forderungen der Aktion einzusetzen und Aktivitäten einzuleiten.

Zum Trocknen wurden die Handabdrücke an eine Wäscheleine gehängtZum Trocknen wurden die Handabdrücke an eine Wäscheleine gehängtChristel Weyers-Böminghaus, Initiatorin des Projekts am Gymnasium Voerde, nimmt nun Kontakt zu den Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis auf und hofft darauf, dass diese der Aktion mit Wohlwollen begegnen. Mit Aufmerksamkeit werden die Schülerinnen der Jahrgangsstufe Acht beobachten, was mit den Protesthänden geschieht. Sie hoffen darauf, dass das Verbot von Kindersoldaten bald realisiert wird.

 

 

 
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