Das war: Das GV-Forum zur Landtagswahl 2017 PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 02. Mai 2017 um 17:02 Uhr

Unter anderem diskutierten die Kandidaten mit den Schülern über das Thema BildungspolitikUnter anderem diskutierten die Kandidaten mit den Schülern über das Thema BildungspolitikSchüler fragen - Politiker antworten

Text von Susanne Gerstenberg, NRZ vom 1.5.2017

Sarah Kämper und Lasse Driemel (beide 17) stehen zum ersten Mal auf der Bühne. Ihre Aufgabe am Freitagabend: eine Podiumsdiskussion mit sechs Politikerinnen und Politikern in der Aula ihres Gymnasiums in Voerde zu moderieren. Und sie meistern diese Herausforderung mit Bravour, von Aufregung keine Spur. In einer Projektwoche vor den Osterferien bereiteten die 18 Schülerinnen und Schüler der neunten und elften Klassen die Podiumsdiskussion für die Kandidaten zur Landtagswahl 2017 vor, wälzten Wahlprogramme, lasen Zeitungen, informierten sich im Internet. Wie funktionieren eigentlich Wahlen, wollten sie wissen, und was wollen die einzelnen Parteien? Politik-Lehrer Johannes Lingnau begleitete die Jugendlichen unter anderem.

Helen Fuchs (FDP), die am Voerder Gymnasium das Abitur machte, äußert sich selbstbewusst zum Thema G 8/G 9. Jede Schule in NRW solle eigenständig entscheiden können, ob sie bei G 8 bleiben, oder G 9 zurückhaben wolle. Norbert Meesters (SPD) meint, die wenigsten Schulen oder Elternvertreter wollten vor einigen Jahren zu G 9 zurückkehren, und die Schüler sollten mit entscheiden dürfen. Für Michele Marsching (Piratenpartei) ist klar: Die Kinder haben ein Recht auf G 9, zur Not auch auf ein Abitur nach 14 Jahren, wenn sie noch nicht so weit sind.

Anspruchsvoll sind die Fragen, die die beiden Schüler den Politikern stellen. Man merkt, wie groß das Interesse an aktuellen Ereignissen ist. Die zahlreich erschienenen Zuhörer aus Öffentlichkeit und Schule quittieren einige Statements der Politiker mit Applaus und am Ende der intensiven Diskussionsrunde werden Fragen gestellt. Mal kritisch, mal neugierig, aber immer am Thema. Denn hier geht es vor allem um die Schülerinnen und Schüler. Wie viel Geld ist eigentlich für Schulsanierungen übrig? Wie können freie Lehrerstellen besetzt und die digitale Ausstattung der Schulen verbessert werden? Martin Goeke (Die Linke) sagt, es fehlten 100 000 Lehrer in NRW. Seine Partei sei für eine bessere digitale Ausrüstung der Schulen.

Aber an diesem Abend geht es auch um Kohleausstieg und Klimaschutz, Polizeipräsenz in den kleineren Ortschaften und Breitbandinternet im ländlichen Bereich. Charlotte Quik (CDU) sagt dazu, dass gerade für die Bauern ein wirtschaftlicher Schaden entstehe, wenn das Internet zu langsam sei. Interessante Themen für junge Menschen gibt es genug: Die innere Sicherheit in NRW zum Beispiel. Sollen Polizisten Körperkameras, sogenannte Bodycams, tragen? Martin Goeke von den Linken ist gegen einen Überwachungsstaat. Und Dr. Birgit Beisheim (Grüne) warnt davor, Freiheit nicht für Sicherheit aufzugeben. „Irgendwann verlierst du alles!“

 
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