Poetry Slam mit Verlängerung und Elfmeterschießen: Sieger konnte erst nach spannendem Duell der Finalisten gekürt werden *mit Videos* PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 11. Februar 2018 um 20:25 Uhr

Die Teilnehmer des Poetry Slams 2018 am GV - Foto von Daniel ZielinskiDie Teilnehmer des Poetry Slams 2018 am GV - Foto von Daniel ZielinskiDer Poetry Slam am Gymnasium Voerde sorgt seit acht Jahre schon für die beste Unterhaltung. In diesem Jahr kam das Publikum aber ganz besonders auf seine Kosten: Zwölf großartige Poeten stritten sich um die Krone des vom Publikum gekürten besten Slammers des Abends. Und das Publikum zeigte sich begeistert. Kein Text war dabei, den das Publikum mit weniger als 40 Punkten bewertete. Gleich zwei Mal vergab es mit 50 Punkten die höchstmögliche Punktzahl. Ein Novum in der Geschichte des Poetry Slams am Gymnasium Voerde. Am Ende musste daher der Sieger des Abends in einem Stechen ermittelt werden.

Leon Lorenz hatte sich mit der Startnummer Neun und einem unterhaltsamen Hommage an seine seine Sehschwäche („Augenloses Glück“) die Gunst des Publikums erworben. Jan Krüssmann, der als zwölfter Slammer an den Start ging, sorgte mit einer Auseinandersetzung über Mücken und ihren Einfluss auf das Nervenkostüm der Menschen für beste Unterhaltung. Als klar war, dass beide Teilnehmer ins Stechen müssen, bekamen sie von den Moderatoren Anja Bachmann und Sebastian Deutsch ganze Achteinhalb Minuten Zeit, um einen zweiten Text zu verfassen, mit dem sie das Rennen für sich entscheiden sollten. Für diese Leistung allein gebührt den Poeten der größte Respekt.

Jan Krüßmann sorgte in seinem zweiten Text mit Gedanken über fliegende Elefanten für viele Lacher im Publikum, die Leon Lorenz mit einer Ode an seinen „Klett-Verschluss“ noch einmal übertraf. Unter tosendem Applaus wurde er zum besten Slammer des Abends gekürt.

Auch ins Stechen mussten Medina Serifi und Kaj Väisänen, die beide auf 45 Punkte in der Publikumswertung kamen und damit um den dritten Platz kämpfen mussten. Medina hatte das Publikum zuvor mit ihrer Wahrnehmung eines Bewerbungsgesprächs um einen Studienplatz im Fach Medizin begeistert, Kaj sorgte mit einem fröhlichen Text über Mordlust für großen Spaß. Das Rennen konnte am Ende Medina für sich entscheiden. Ihre Anmerkung („Denkt daran, ich könnte später einmal eure Ärztin sein“) dürfte für den Applaus des Publikums aber nicht entscheidend gewesen sein.

Außer Konkurrenz traten beim diesjährigen Poetry Slam der erfahrene Slammer, Armin Sawicki, und Anja Bachmann, Lehrerin und Organisatorin des Poetry Slams am GV, auf.


Der Poetry Slam 2018 in bewegten Bildern

Platz 1 Platz 2

Platz 3

 
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