Stephan Schulz und Sebastian Rockhoff vor dem neu angeschafften ipad-Wagen.

450-Euro-Kraft zur Unterstützung bei alltäglichen IT-Problemen gesucht

Die Digitalisierung der Schulen ist eines der großen Themen, wenn es um Bildung geht. Schließlich wollen Arbeitgeber, Eltern und auch die Schüler*innen selbst, dass diese fit gemacht werden für einen Arbeitsmarkt, in dem kaum ein Beruf noch ohne Computer und moderne Informationstechnologie auskommt. Und auch für die Lehrer sind digitale Medien eine Unterstützung im Unterricht. Allerdings wurde dem digitalen Ausbau an den Schulen aufgrund der mangelnden Finanzierung lange enge Grenzen gesetzt.

Durch das Programm „Gute Schule 2020“ des Landes NRW und den „Digitalpakt Schule“ von Bund und Ländern kommt nun aber endlich Fahrt in die Sache. So auch am Gymnasium Voerde: „Aus ‚Gute Schule 2020‘ haben wir bisher zahlreiche Beamer, PCs und Touchscreen-Displays für unsere Fachräume und immerhin 31 iPads für den Unterricht anschaffen können“, erklärt Schulleiter Gerd Kube. Aus dem Schulbudget gab es noch einen weiteren Medienkoffer dazu. Wenn das Geld aus dem Digitalpakt in den Schulen ankommt, plant die Schule weitere Anschaffungen: Zwei Computerräume sollen mit je 15 neuen Arbeitsplätzen ausgestattet werden und die Schule flächendeckend mit WLAN versorgt werden. Auch in den Klassenräumen sollen PCs und Beamer zur Verfügung stehen. Außerdem sollen moderne Dokumentenkameras alte OHPs ersetzen.

All diese Anschaffungen kosten neben Geld auch jede Menge Arbeitszeit zur Einrichtung und Wartung der neuen Geräte. „Die Mittel aus dem Digitalpakt Schule dürfen zweckgebunden nur für die Anschaffung digitaler Geräte verwendet werden. Personal und Arbeitskosten, die für den Anschluss nötig werden, dürfen ausdrücklich nicht daraus bezahlt werden“, erzählt Lehrer Stephan Schulz, der die Installation und die Wartung der Geräte am GV zusammen mit seinem Kollegen Sebastian Rockhoff übernimmt.

Und da kommt einiges zusammen: Während die meisten Kollegen schon die Sommerferien genossen, fuhren Schulz und Rockhoff noch täglich in die Schule, um Kabel zu verlegen, Serversysteme zu installieren und Betriebssysteme auf PCs zu spielen. Nun kommen noch viele Stunden im Nachmittagsbereich für die Wartungsarbeiten hinzu. All das ist neben dem Unterricht, der natürlich auch noch in vollem Umfang zu machen ist, kaum zu schaffen. „Für die Entlastung der Kollegen stehen uns nur sehr wenige Stunden zur Verfügung. Das reicht natürlich hinten und vorne nicht“, sagt Schulleiter Gerd Kube.

Da weder Bund, noch Land oder Kommune Geld für das für die Installation und Wartung benötigte Personal bereitstellen, hat er nun den Förderverein der Schule um Hilfe gebeten und auch bekommen: 450 Euro im Monat stehen zur Verfügung, um zumindest einen Teil der Arbeiten an einen „Mini-Jobber“ abgeben zu können.

Wenn wir eine zuverlässige Person finden würden, die uns bei der Lösung alltäglicher IT-Probleme wie nicht-druckenden Druckern oder nicht-funktionierenden Internetzugängen unterstützen könnte, wäre uns schon sehr geholfen“, erklärt Stephan Schulz. „Wir suchen ab sofort tatkräftige Verstärkung in unserem Medienteam. Das Aufgabenfeld umfasst unter Anleitung kleinere Betreuungsaufgaben bei Tablet-Computern und Desktop-PCs sowie leichtere Unterstützung bei IT-Notfällen im Haus“, heißt es in der offiziellen Stellenausschreibung der Schule.

Uns ist bewusst, dass wir für 450 Euro keine Vollzeit-Stelle besetzen können und auch keine voll ausgebildete IT-Systemtechnikerin mit Uni-Diplom erwarten können. Die genauen Arbeitszeiten und Aufgabenfelder müssen wir individuell aushandeln. Jede Bewerberin und jeder Bewerber wird bei uns mit offenen Armen empfangen und bekommt alle Freiheiten, die die Stellenbeschreibung zulässt“, so Schulleiter Gerd Kube.

Bewerbungen sind per E-Mail an g.kube@gymnasium-voerde.de zu richten.