Im Rahmen des Mehrgenerationenprojekts am Gymnasium Voerde verbringen Jugendliche Zeit mit Heimbewohnern des AWO-Seniorenheims in Friedrichsfeld und bieten ihnen gemeinsame Aktivitäten.

Seit dem Schuljahr 2011/2012 gibt es unter der Leitung von Lehrerin Erika Wellmer ein Projekt am GV, in dem einige Schülerinnen und Schüler die Freizeitaktivitäten der Heimbewohner im AWO-Seniorenheim in Friedrichsfeld auf dem Hügelweg mitgestalten und unterstützen.

Mal ist es ein ausgiebiger Sparziergang, mal auch nur ein langes Gespräch. Nele und Janine richten sich da ganz nach den Wünschen der Senioren. „Wir machen das, worauf die Bewohner des Altenheims Lust haben“, sagt Nele. „Herr Kühn spielt z.B. gerne mit uns Rummy-Cup oder wir begleiten ihn zum Basteln“, ergänzt Janine.

Jeden Dienstagnachmittag besuchen bis zu sechs Schüler/innen des GV „ihre Oldies“, um mit ihnen zu spielen, vorzulesen, sparzieren zu gehen oder einfach zu erzählen und zuzuhören.

Bevor die Schüler aber auf die Senioren „losgelassen“ werden, heißt es zunächst einen „Rollstuhlführerschein“ zu absolvieren, den alle auch immer mit viel Spaß bestehen. Gute und wichtige Informationen liefert ein Film zum Thema Demenz, um einige Verhaltensweisen besser verstehen und einordnen zu können.

„Jeder Jahrgang in der Sternstunden-AG ist anders“, resümiert Erika Wellmer. „Der Jahrgang 2015/2016 war besonders kreativ. Zwei Mädchen haben z.B. einen Tanzkurs angeboten und weitere Teilnehmerinnen haben für das Frühlingsfest eine Sitzbank künstlerisch gestaltet“.

Im Schuljahr 2017/2018 kam die neue Idee, die Senioren mit frisch gebackenen Waffeln zu verwöhnen, besonders gut an. Dafür hatten Lea, Cathi, Julia und Anastasia extra beim Gesundheitsamt in Wesel eine Hygieneschulung besucht, um die Waffeln wöchentlich backen zu dürfen. Außerdem wurde noch ein drei Meter hoher Maibaum angestrichen und geschmückt, der nun jährlich zum Einsatz kommt. Alle Schüler sind der Meinung, dass es schön ist zu erfahren, wie dankbar die alten Menschen sind, wenn sie regelmäßig von ihnen besucht werden.

Frau Ortmann,  Leiterin des Sozialen Dienstes,  die das Projekt von Beginn an engagiert unterstützt und mitgestaltet weiß, dass die alten Leute alle begeistert und froh sind, dass es junge Menschen gibt, die ein wenig Abwechselung in ihren oft eintönigen Alltag bringen.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde am Endes des Schuljahres, die vom Chor des Gymnasiums Voerde unter der Leitung von Robert Kamlage und der „E-Seventeen“ Band von Lehrer Benedikt Blome eingerahmt wird, erhalten die AG Teilnehmer von Ute Ortmann und Erika Wellmer jedes Jahr ein Zertifikat für ihr ehrenamtliches Engagement überreicht, das bei ihrem späteren beruflichen Werdegang einmal von Vorteil sein kann.

Für das kommende Schuljahr stehen schon wieder neue AG Teilnehmer in den Startlöchern, auf die sich die Bewohner freuen können.

Eindrücke von den Aktivitäten der Sternstunden AG