„Happy Fest“ im Religionsunterricht der Klasse 5
Im katholischen Religionskurs der Jahrgangsstufe 5 am Gymnasium Voerde drehte sich in den vergangenen Wochen alles um das Thema „Feste unterbrechen den Alltag – Die Frage nach der Bedeutung von Festen im Leben eines Menschen“. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich dabei intensiv mit der Bedeutung von Festen auseinander und unterschieden zwischen weltlichen und religiösen Festen, die seit vielen Jahrzehnten im Jahreskreis gefeiert werden.
Im Laufe der Unterrichtsreihe entstand eine spannende Frage: Warum feiern wir eigentlich nur die „alten“, fest etablierten Feste? Könnte man nicht auch ein neues Fest ins Leben rufen – eines, das unsere heutige Lebenswirklichkeit widerspiegelt?
Schnell waren sich die Kinder einig: Es gibt kein Fest, an dem man sich bewusst macht, „wie gut wir es haben“. In einer Welt, in der täglich von Krisen, Konflikten und Sorgen berichtet wird, ist es keine Selbstverständlichkeit, in Frieden aufzuwachsen, eine gute Schulbildung zu erhalten und Teil einer starken Gemeinschaft zu sein. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich dankbar, ein Gymnasium in Deutschland besuchen zu dürfen und ebenso dankbar für ihren Religionskurs am Gymnasium Voerde. Aus dieser Überlegung heraus wurde das „Happy Fest“ geboren.
Am 17. Februar 2026, einen Tag vor Aschermittwoch, wurde dieses neue Fest erstmals gefeiert. Der Tag begann mit einem selbst verfassten Gebet, das zwei Schüler des Kurses vorbereitet hatten. In ihrem Text brachten sie Dankbarkeit für ihr Leben, ihre Schule, ihre Familien und ihre Freundschaften zum Ausdruck.
Anschließend wurde gemeinsam gefrühstückt, gesungen und gespielt. Bei der „Nicht-Lachen-Challenge“ und dem „ABC-Spiel“ hatten alle viel Spaß. Der Klassenraum war festlich geschmückt: Luftschlangen, Luftballons, Blumen und bunte Poster sorgten für eine ausgelassene Atmosphäre. Die Stimmung war fröhlich und wertschätzend.
Das „Happy Fest“ hat gezeigt, wie wichtig es ist, Dankbarkeit nicht nur zu fühlen, sondern auch gemeinsam zu feiern. Vielleicht kann dieses neue Fest künftig als wiederkehrende Tradition am Gymnasium Voerde etabliert werden? Die Schülerinnen und Schüler würden sich darüber sehr freuen.
R. Mancuso








